Biografie Martin heinrich

Martin Heinrich Knife Defense
Martin Heinrich

Geboren 1969 in Berlin hatte ich in meiner frühesten Jugend bereits erste Erfolge in der Leichtathletik und im Fußball. Kein Tag (von meinem 10. Lebensjahr an) sollte ohne Training beginnen oder enden. Auch Krafttraining und Konditionstraining waren schnell Bestandteil meiner täglichen Routinen. 

 

Zunächst waren meine sportlichen Ziele auf Fußball, Leichtathletik und Kraftsport gerichtet und ich tat zu dieser Zeit alles mir mögliche um eines Tages als Profi in der Fußball- Bundesliga zu spielen. Als eine Verletzung mich aber zu einer mehrmonatigen Pause zwang, entdeckte ich meine Liebe zum Kampfsport und zu den Kampfkünsten. Ein weiteres Training im Fußball wollte ich nicht mehr. Ab diesem Zeitpunkt schlug mein Herz für die Kampfkunst. 

 

Die Inspirationen zu der Zeit waren unter anderem die Filme und Bücher von Bruce Lee. Bruce Lee war zu jener Zeit eine Ikone und besaß eine Popularität, wie man es heutzutage nicht mehr kennt. In seinen Büchern sprach er von seiner Ansicht der Kampfkunst und seinem Kampfstil Jun Fan (Bruce Lee´s chinesicher Name) und der Weiterentwicklung Jeet Kune Do. Ich wußte sehr schnell, ich musste das lernen.

 

Das war etwa 1985- 86. Da war diese Kampfkunst in Deutschland noch sehr neu und Trainer gab es hierzulande nur sehr wenige. Also standen die ersten Trainingsreisen und eine Suche nach Trainingspartnern in Berlin an.

 


Die "Berliner Gruppe" auf einem Larry Hartsell Seminar in Langenhagen. Larry Hartsell ist ein Original Schüler von Bruce Lee. Von Links nach Rechts: Stephan, Martin, Larry Hartsell, Marcel und Martin.
Die "Berliner Gruppe" auf einem Larry Hartsell (JKD/ Grappling) Seminar (ca. 1993)

Unter anderem führten mich diese Trainingsreisen nach Speyer, wo ein Trainer für Filipino Martial Arts (kurz FMA) und Jeet Kune Do (kurz JKD) ansässig war. Bei Ihm konnte ich im Einzelunterricht und zusätzlich im Gruppenunterricht erste wichtige Grundtechniken lernen und mein Wissen erweitern. Relativ schnell waren dann mehrere Trainingspartner in Berlin an meiner Seite, mit denen ich bei regelmäßigem Training mein neu erworbenes Wissen anwenden konnte.

 

Durch einen von Ihnen, Stephan Großmann, (heute u. a. Silver Glove, Boxe Française Savate) kam ich in Kontakt zu einer jungen Gruppe von Gleichgesinnten in Hannover, die bereits eine Schule eröffnet hatten (Kenpokan Dojo) und Trainer im Bereich Jeet Kune Do und FMA waren. Die lernte ich dann bei einem Seminar mit Salem Assli (JKD/ FMA, Boxe Française Savate) kennen, daß sie auch selbst organisiert hatten.

 


Ich war sofort positiv angetan von der Art und Weise, wie diese jungen Trainer hier mit der Kampfkunst im Allgemeinen und Ihren Schülern im Besonderen umgingen. Nach einigen weiteren Trainingsbesuchen und Seminaren mit den verschiedensten Trainern reifte in mir die Idee, meine sportliche Zukunft in Hannover fortzuführen.

 

Ehe ich mich versah, saß ich in einem Umzugswagen nach Hannover und ließ einen gut bezahlten, sicheren Job in Berlin hinter mir. Das war genau 1995 und ich fand in der neuen Schule mein Zuhause und war im Prinzip jeden Tag von Morgens bis abends dabei zu trainieren und zu unterrichten.


Panantukan Boxing Drill
Martin Heinrich beim Panantukan- (Filipino Boxing) Training mit Stephan Großmann auf einem JKD/ FMA- Seminar 1994, Loreley.

 An dieser Stelle bleibt zu erwähnen, das Jun Fan Gung Fu/ Jeet Kune Do (Bruce Lee´s Kampfkunst) eine Komposition verschiedener Kampfkünste und Kampfsportarten ist. Bruce Lee unterteilte hier für den unbewaffneten Kampf in 4 verschiedene Kampfdistanzen: (von Weit zu Nah)

 

Die Kick- Distanz, die Box- Distanz, die Trapping- (Nahkampf im Stand) und die Grappling- (Hebel und Bodenkampf) Distanz. In diesen Distanzen bediente er (Bruce Lee) sich verschiedener Stile, die ihm in der jeweiligen Distanz am wirkungsvollsten erschienen. Demnach wurde zur Unterstützung der Kick- Distanz zum Beispiel "Boxe Française Savate" und "Thai- Boxing" trainiert.

 

Das bescherte mir ein breites Wissen zu den verschiedenen Kampfkünsten und ein umfangreiches technisches Repertoire. Die Trapping- Distanz (Nahkampf im Stand mit dem Schwerpunkt des Schlagens) war mir immer besonders ans Herz gewachsen und das Jun Fan/ Jeet Kune Do und die FMA waren in diesem Bereich sehr umfangreich. Bruce Lee bezog sich in seinen Büchern oft auf Das Wing Chun/ Ving Tsun Kung Fu (kurz Ving Tsun) und seine Lehrer Yip Man und Wong Shun Leung und weckte dadurch mein Interesse an dieser Stilart. 

 

Mit einem Ving Tsun Stil der mir zusagte, war ich aber zunächst nicht in Berührung gekommen. Es sollte bis 1999 dauern, bis ich einen Ving Tsun Stil fand, der mich aber dann auch sofort in seinen Bann zog. In einer Schule in Bremen fand ich einen Trainer (chin. Sifu) Für die folgenden 12 Jahre konzentrierte ich mich auf das Studium des Ving Tsun Kung Fu und habe von 3 Lehrern in dieser Zeit lernen dürfen. Seid 2005 bin ich mit meiner eigenen Schule in Hannovers Südstadt ansässig. 2012 entschloß ich mich dazu die Filipino Martial Arts und Panantukan, die ich bereits erlernt hatte, mit ins Schulprogramm aufzunehmen. Mir selbst ist es vor allem wichtig, meinen Schülern die Techniken und Theorien zu den verschiedenen Kampfkünsten und Sportarten lückenlos zu unterrichten und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu ihrer persönlichen Bestmarke zu bringen.